Archiv für Oktober, 2001

13. Oktober 2001

Levitikus: Gesetz für den großen Versöhnungstag

Die Kunst kein Designer zu sein

die kunst, kein designer zu sein … / entwicklung einer flashanimation zum thema kunst und design

t: so fing alles mal an! lange vor unserem studium war malte und mir klar, daß wir an eine kunsthochschule wollten…und dies wurde auch voller stolz auf die eigene entscheidung jederman mitgeteilt, auch wenn er es gar nicht hören wollte…wir fanden uns dabei ziemlich cool! doch hin und wieder stellte dann jemand die für uns bedrückendste frage…was wollt ihr denn dort studieren?…es folgte erst betretenes schweigen und dann eine eher schüchterne und kleinlaute antwort…eigentlich freie kunst…und…aber wir werden uns wohl für grafik-design bewerben. dann folgten meistens noch seltsame erklärungsversuche…freie kunst, brotlose kunst, usw. …wir waren nämlich irgendwie zu cool für ein designstudium…und zu feige für…ach, lassen wir das!: deuteronomium: segen des gehorsams-fluch des ungehorsams
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13. Oktober 2001

Levitikus: Gesetz über das Verhalten bei unreinen Ausflüssen

Phlegma im Dialog

phlegma im dialog / entwicklung einer flashanimation zum thema kommunikation

t: die wohl am häufigsten aufgetretene idee, während unserer treffen, war die von malte und mir geführten gespräche per diktiergerät aufzunehmen…doch wie so oft bei phlegma beließen wir es bei der idee…ist ja auch ganz schön! doch je tiefer wir in unser projekt eindrangen, desto codierter wurde unsere sprache…ist ja auch normal! ich wollte diesen umstand aber dennoch irgendwie festhalten und in eine form bringen. das resultat war dann ein sinnentleerter dialog auf dem klo…wo auch sonst!…es geht doch um das entleeren! exponiert auf einer bühne in szene gesetzt…so muß uns wohl unser umfeld wahr genommen haben: deuteronomium: wer in die gemeinde des herrn nicht aufgenommen werden darf
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13. Oktober 2001

Levitikus: Gesetz für die Wöchnerinnen

Die Diskettenbox

die diskettenbox / konzept und design einer sammlung von flashanimationen in einer diskettenbox

m: in der phlegmaproduktpalette gibt es zur zeit zwei produktionsschwerpunkte: grosse filme und kleine filme. erstere werden an anderer stelle hinreichend beschrieben (ich spar mir jetzt mal die verweise), letztere fallen, seit wir mit flash arbeiten, quasi als nebenprodukte an. thomas und ich kompensieren hier vor allem die langwierige, gemeinsame arbeit an den grossen sachen, durch kleine egotrips, die in ihrer bearbeitungszeit oft nicht mehr, als ein paar stunden benötigen. es ist schon bezeichnend, dass in den flashbüchern grundsätzlich von filmen die rede ist, obwohl das programm eigendlich für die gestaltung von internetseiten entwickelt wurde. und so geht man auch mit dem selbstverständnis eines regisseurs ans werk und nicht mit dem eines “designers”, egal ob’s linear abläuft oder endlos, interaktiv ist. selten machen wir stummfilme, vertonung, insbesondere selbstgebastelte musik, liegt uns sehr am herzen. in zukunft werden wir nur noch kleine filme machen, da uns die niedersächsische filmförderung nur 300,- pro film zahlt. das hat gerade mal die produktionskosten von fische gedeckt, einen flashfilm hingegen können wir damit in 500facher auflage auf den diskettenmarkt bringen. schlau wie wir nun mal sind, dachten wir: was, wenn wir auf den dingern sitzenbleiben? also erfanden wir den bestellservice: levitikus: gesetz über den genuss von opfergaben, verkaufen dann 5 diskettenboxen. von dem rest kaufen wir uns eine kiste bier. thomas, wie sehen die boxen eigentlich aus?
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13. Oktober 2001

Levitikus: Gesetz über Speisopfer

die bierorgel

m: die bierorgel: deuteronomium: erinnerung an gottes wohltaten war mein zweiter interaktiver player aus der diskettenreihe. im gegensatz zum phlegmatic phantom kit, das ja mehr oder weniger zufällig neue sounds, oder besser: neue patterns, entstehen lässt, je nachdem wann man nasen etc. an die richtige stelle schiebt, ist die bierorgel ein klassisches tasteninstrument mit einer entsprechend gewöhnlichen tonfolge, also mehr was für leute, die nichts dem zufall überlassen wollen (und natürlich klavier spielen können). die bierdose taucht ja auch an anderen stellen dieses diploms auf und ich muss wohl auch nicht erklären warum.
der nächste schritt für einen interaktiven musikplayer wäre für mich, zufällige und kontrollierte sounds zu kombinieren, also ungefähr… free jazz.
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13. Oktober 2001

Levitikus: Gesetz über die Reinigung von Aussätzigen

badezimmer rmx

deuteronomium: reinhaltung des kriegslagers
m: ja, hierbei handelt es sich um einen audiovisuellen remix aus meinem he2, der ja erstmal ein kleiner rückzug von phlegma (als gruppe) war, jedoch meine ganz persönlichen vorstellungen von phlegma (als prinzip) wiederspiegelt. audiovisueller remix: komisch eigentlich, dass da bisher noch kaum einer drauf gekommen ist, wo es sich doch anbieten würde einen videoclip genauso zu behandeln, wie das dazugehörige musikstück.
heute haben wir festgestellt, dass es kaum noch 3,5″-disketten gibt: seit wir mit flash arbeiten, welches ein ideales werkzeug ist, audovisuelle sachen sowohl internet- als auch eben diskettenfreundlich zu gestalten, ist die rettung solcher verschwindenden medien auch aufgabe von phlegma: wir wollen disketten, musikkassetten, vhs, dvd, cd-rom, vinylschallplatten, polaroid und bleisatz. analog, digital, scheissegal. donkey kong auf dvd, final fantasy auf diskette und unsere lieblingscomichefte im internet, dreidimensional. und es soll sogar leute geben, die videosignale auf vinyl ritzen…
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