Levitikus: Gesetze zur heilung des täglichen Lebens

Fische Kurzfilm 2000

fische / kurzfilmprojekt aus dem jahr 2000

t: und plötzlich waren wir zu dritt, hießen phlegma und produzierten einen kurzfilm mit dem titel fische!: exodus: mahnungen und verheißungen für die zukunft …nein, so einfach verlief es natürlich nicht! doch wenn man über fische spricht, muß man zwangsläufig auch über phlegma sprechen, und wenn man über phlegma spricht muß man zwangsläufig auch über unsere polen exkursion im mai 1999 sprechen: exodus: die vorfahren moses und aarons, und wenn man über die exkursion spricht, muß…ich glaube ich verzettel mich jetzt ein wenig. vielleicht findet malte hierbei einen besseren einstieg?!

m: der ansatz war schon richtig, thomas. wenn kai nicht schon was anderes vorgehabt hätte, wäre er nach dieser hervorragenden nachbearbeitung des polnischen videomaterials sicher auch an bord des projektes gewesen, in dessen zäher vorbereitungsphase wir uns den namen phlegma gaben. nach schätzungsweise einem halben jahr stand das grobe storyboard und die dreharbeiten begannen. vielleicht war es auch nur ein vierteljahr, durch unsere aufzeichnungen steig ich auch nicht mehr durch. jedenfalls präsentierten wir zum rundgang 2000 den fertigen film. die offensichtlich gewordene medienkritik des endergebnisses war auch für uns eine überraschung. wohl eher unterschwellig verarbeiteten wir unsere hassliebe zu dem medium, mit dem wir auch in zukunft arbeiten wollten. kleiner hinweis: während wir noch an der story arbeiteten, startete auf rtl2 big brother.


t:
um dieses thema hier noch einmal zu einem abschluß zu bringen, steuer ich noch eine kleine inhaltsangabe bei…

Der Protagonist schläft sitzend in einem Sessel, vor ihm eine Videoleinwand, die das bekannte Störbild einer Fernsehübertragung zeigt. Der Raum und die zu sehenden Gegenstände, wie eine Leiter, die Videoleinwand und ein nicht näher definierter Kubus ist/sind weiß. Die grob gekachelten Wände vermitteln den Eindruck der Protagonist sitzt in einem zylindrischen Turm. Mit dem Klingeln eines Weckers öffnet er die Augen und zeitgleich beginnt auf der Projektionsfläche ein paralleler Handlungsstrang. Dargestellt wird der Tagesablauf einer zweiten Person. Der Betrachter bekommt Einblick in ein eintöniges Leben, bestehend aus morgens aufstehen, zur Arbeit gehen, arbeiten, nach Hause kommen und schlafen gehen. Aufregend erscheint schon der Besuch einer Zoohandlung, wo er etwas für seinen Goldfisch erwirbt und der Gang zu einem Kiosk in dem er sich sein Feierabend-Bier kauft. Zu sehen ist dieser Tagesablauf fast ausschließlich aus der Perspektive der zweiten Person. Nur in einer Szene wird die Verbindung zwischen dem Protagonisten im Turm und der projezierten zweiten Person klar dargestellt. In dieser Szene schaut die zweite Person kurz in den Badezimmerspiegel und der Betrachter erkennt, daß die vermeintlich verschiedenen Personen ein und dieselbe sind. Am Ende des projezierten Tagesablaufes entnimmt, der während der gesamten Länge des Tagesablaufs unbeteiligte und nur beobachtende Protagonist dem unter der Videoleinwand befindlichem Kubus eine Videokassette. Auf der Leinwand ist wieder das Störbild zu sehen, während er die scheinbar endlose Leiter im Turm nach oben steigt. Oben angekommen legt er die Videokassette auf die Aussenmauer des Turms. Hier ist zu erkennen, daß der Turm aus Videokassetten besteht. Zum Schluß ist nur noch eine Landschaft, bestehend aus ähnlichen Türmen zu sehen.

m:
na, die versalien lass ich grad noch mal durchgehen. ich hätte auch keine lust, einen älteren text noch mal nachzubearbeiten. anzumerken wäre noch, dass fische immer noch auf den grossen durchbruch wartet. es ist bis jetzt das in sich geschlossenste phlegmaprodukt, und würde sich schick auf jedem filmfestival machen. aber so ist phlegma: gut ding will weile haben…

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Category Levitikus, Phlegma – Ein Corporate Event Design [Diplom] | Tags:

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